Variantenvergleich Heizung und Photovoltaik für 2 MFHs in Schlieren
2025
Anstehender Heizungsersatz
Das bestehende Gasheizungssystem zur Aufbereitung von Heizungs- und Brauchwarmwasser von zwei Mehrfamilienhäusern in Schlieren soll ersetzt werden. Die 2004 erstellten Gebäude verfügen über eine Energiebezugsfläche von rund 1’900 m² und werden über bestehende Bodenheizungen mit Wärme versorgt. Mit einer benötigten Heizleistung von 59 kW standen die Eigentümerschaften vor einer wichtigen Entscheidung: Welche Wärmeversorgung ist technisch machbar, wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll? Die s3 GmbH wurde beauftragt, verschiedene Wärmeerzeugungssysteme (Erdwärmesonden-Wärmepumpe, aussenaufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpe sowie eine Gasheizung) ganzheitlich und unabhängig in einem Variantenvergleich zu beurteilen. Zusätzlich wurde das Potenzial einer Photovoltaikanlage auf den verfügbaren Dachflächen der beiden Liegenschaften untersucht.
Detaillierte Abklärungen schaffen Planungssicherheit
Bei der Analyse berücksichtigte die s3 GmbH nicht nur die technische und rechtliche Machbarkeit, sondern auch die Kosten über den gesamten Lebenszyklus sowie die ökologischen Auswirkungen der Varianten. Die Abklärungen ergaben, dass sowohl die Erdwärmesonden-Wärmepumpe als auch die Luft/Wasser-Wärmepumpe realisierbar sind. Aufgrund der Gasnetzstillegung zwischen 2035 und 2045 in Schlieren ist die Gasheizung keine zukunftsfähige Lösung. Da die Platzierung der Erdsonden herausfordernd ist, wurden mögliche Sondenstandorte direkt vor Ort mit einem Bohrunternehmen besprochen. So erhielt die Eigentümerschaft bereits in einer frühen Projektphase belastbare Aussagen zur Umsetzbarkeit.
Erdwärme und Solarstrom als überzeugendes Gesamtkonzept
Der Variantenvergleich zeigte, dass die Erdwärmesonden-Wärmepumpe über den Lebenszyklus die tiefsten jährlichen Kosten aufweist und zusätzliche betriebliche Vorteile bietet. Als Vorteile gelten die geringere Abhängigkeit von Aussentemperaturen sowie die mögliche passive Kühlung über die Fussbodenheizung im Sommer. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Komfortgewinn für die Bewohnenden. Auch die Luft/Wasser-Wärmepumpe wäre für die Liegenschaft eine interessante Alternative, Lärmschutzvorschriften könnten mit der vorgeschlagenen Platzierung eingehalten werden. Ergänzend wurde empfohlen, die geeigneten Dachflächen möglichst vollständig mit einer Photovoltaikanlage zu belegen, um den Eigenstromanteil zu erhöhen und den ökologischen Nutzen der neuen Wärmeerzeugung zusätzlich zu verbessern. Die Eigentümerschaft verfügt nun über eine klare Entscheidungsgrundlage für eine wirtschaftliche, erneuerbare Lösung.
Planen Sie den Ersatz Ihrer Heizung?
Wir vergleichen die passenden Varianten für Ihre Liegenschaft unabhängig und zeigen Ihnen den wirtschaftlich sowie ökologisch sinnvollsten Weg zur Umsetzung auf.
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Wir sind von Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr für Sie da.
- Altes Heizungssystem: Gasheizung
- Empfohlenes Heizungssystem: Erdsonden-Wärmepumpe
- Baujahr Gebäude: 2004
- Heizleistung: 59 kW
- Wärmeabgabe: Fussbodenheizung
- Machbarkeitsstudium der Energieerzeugungssysteme Erdsonden-Wärmepumpe und Luft/Wasser-Wärmepumpe
- Heizlastberechnung für die Dimensionierung der Wärmeerzeugung
- Erdsonden-Dimensionierung nach SIA 384/6
- Bilanzierung der finanziellen und ökologischen Auswirkungen der Heizsysteme
- Auslegung und Wirtschaftlichkeitsberechnung der Photovoltaik-Anlage
- Abklärung möglicher Fördergelder für Wärmepumpen und Photovoltaik
- Ermitteln der Investitions- und Betriebskosten der Varianten über den gesamten Lebenszyklus als fundierte Entscheidungsgrundlage
- Aufzeigen einer zukunftsfähigen fossilfreien Wärmeversorgung für zwei Mehrfamilienhäuser
- Möglichkeit zur passiven Kühlung bei Wahl der Erdwärmesonden-Wärmepumpe
- Einsparung von rund 27 Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber der Gasheizung
- Wirtschaftlich rentable Photovoltaikanlage mit empfohlener Maximalbelegung von rund 62 kWp