Impulsberatung und Variantenvergleich Heizung + PV für MFH Dietikon

2023-2024

Alte Gasheizung
Umgesetzte Wärmepumpen
Neu installierte Photovoltaikanlage
Infos

Impulsberatung und Ausgangslage

Für ein Mehrfamilienhaus in Dietikon wurde zunächst eine Impulsberatung «erneuerbar heizen» durchgeführt. Das Gebäude umfasst 14 Wohnungen und wird über Fussbodenheizungen mit Wärme versorgt. Die bestehende Wärmeversorgung besteht aus einer zentralen Gasheizung im Untergeschoss für zwölf Wohnungen sowie zwei separaten Gasheizungen für die Attikawohnungen. Mit der Impulsberatung konnte die komplexe Ausgangslage erfasst und erste Lösungsansätze konzipiert werden.

Um eine saubere Entscheidungsgrundlage zu schaffen, wurde der Bauherrschaft empfohlen, aufbauend auf der Impulsberatung einen detaillierten Variantenvergleich durchzuführen. Ziel war es, die technisch und rechtlich machbaren Lösungen für den Ersatz der Heizungs- und Warmwassererzeugung zu ermitteln und hinsichtlich Kosten, Umweltwirkungen sowie Umsetzbarkeit zu bewerten.

Zentrale oder dezentrale Versorgung der Attikawohnungen

Die zentrale Fragestellung betraf die beiden Attikawohnungen: Sollten diese weiterhin dezentral versorgt oder im Rahmen des Heizungsersatzes an die zentrale Wärmeversorgung angeschlossen werden?

Untersucht wurden der Anschluss der Attikawohnungen an die zentrale Heizung mit einer Erweiterung der Steigzonen, sowie dezentrale Luft/Wasser-Wärmepumpen auf dem Dach. Der Anschluss an die zentrale Wärmeversorgung ist technisch machbar, erfordert jedoch Anpassungen an Leitungsführung und abgehängten Decken. Die dezentrale Wärmepumpenlösung ist ebenfalls möglich, benötigt aber zusätzlichen Platz für Warmwasserspeicher in den Wohnungen. Der Vergleich zeigte, dass der Anschluss an die zentrale Wärmeversorgung langfristig die wirtschaftlichere Lösung ist. Deshalb wurde empfohlen, die Heizungssysteme der Attikawohnungen im Zuge des Heizungsersatzes zu zentralisieren.

Zukunftsfähiges Gesamtenergiesystem

Für die zentrale Wärmeversorgung wurden die Systeme Luft/Wasser-Wärmepumpe, Fernwärme, Biogas sowie das Referenzsystem mit Erdgasheizung betrachtet, jeweils mit und ohne Anschluss der Attikawohnungen. Dabei zeigte sich, dass die Wärmepumpenlösung ökologisch am besten und die Fernwärme langfristig am günstigsten abschneidet. Beide Systeme sind sowohl finanziell wie ökologisch deutlich besser als die Varianten Erdgas und Biogas. Konkret können mit dem Umstieg auf eine Wärmepumpenheizung jedes Jahr über 35 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden.

Zusätzlich wurde das Potenzial einer Photovoltaikanlage untersucht. Die maximale Dachbelegung mit rund 22 kWp Leistung resultiert im maximalen Jahresertrag und einer Amortisationsdauer von rund 14 Jahren. Dabei ist besonders das Zusammenspiel der Photovoltaikanlage und des Wärmepumpensystems interessant für ein umfassendes und ökologisches Energiesystem. Für eine reibungslose Abrechnung des Solarstroms wurde ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch empfohlen.

Mit dieser fundierten Entscheidungsgrundlage hat sich die Bauherrschaft schliesslich für die empfohlenen Massnahmen entschieden. Unsere Schwesterfirma Omneo AG hat die Luft/Wasser-Wärmepumpen und eine Photovoltaikanlage realisiert. Hier erfahren Sie mehr zur Umsetzung.

Steht auch bei Ihrer Liegenschaft ein Heizungsersatz an?

Die s3 GmbH analysiert Ihre Ausgangslage unabhängig und entwickelt eine wirtschaftliche sowie nachhaltige Lösung für Ihre Energieversorgung.

044 244 46 44

Wir sind von Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr für Sie da.

Beratung anfragen

Details
  • Altes Heizungssystem: Gasheizung zentral und 2x dezentral
  • Empfohlenes Heizungssystem: zentrale Luft/Wasser-Wärmepumpen
  • Baujahr Gebäude: 2001
  • Heizleistung: 55 kW
  • Wärmeabgabe: Fussbodenheizung
Leistungen
  • Impulsberatung "erneuerbar heizen"
  • Machbarkeitsstudium der Energieerzeugungssysteme Luft/Wasser-Wärmepumpe, Fernwärme, Erdgas und Biogas
  • Heizlastberechnung für die Dimensionierung der Wärmeerzeugung
  • Machbarkeitsstudium und Systemvergleich zur Versorgung der Attikawohnungen
  • Bilanzierung der finanziellen und ökologischen Auswirkungen der Heizsysteme
  • Optimierung und finanzielle Auswertung der Photovoltaikanlage
  • Abklärung möglicher Fördergelder für Wärmepumpen und Photovoltaik
Mehrwerte
  • Ermitteln der Investitions- und Betriebskosten der Varianten über den gesamten Lebenszyklus als fundierte Entscheidungsgrundlage
  • Ermitteln des ökologischen Optimums: Luft/Wasser-Wärmepumpe
  • Einsparung von rund 35 Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber der Gasheizung
  • Ermitteln der optimalen Variante für die Attikawohnungen: Anschluss an die zentrale Wärmeversorgung
  • Wirtschaftlich rentable Photovoltaikanlage mit empfohlener Maximalbelegung