Heizungskonzept Sportanlagen Wetzikon
2025
Ausgangslage und Zielsetzung
Für die Stadt Wetzikon durfte die s3 GmbH ein Konzept für die langfristige Wärmegewinnung der Sportanlagen erarbeiten. Das Projekt umfasst diverse Wärmebezüger in unterschiedlichen Gebäuden mit verschiedenen Nutzungen. Konkret analysiert wurden die Eishalle, die Curlinghalle, das Freibad sowie Garderobengebäude und vier Einfamilienhäuser.
Aktuell sind die verschiedenen Sportanlagen je mit einer eigenen Heizung ausgestattet. Einige Gebäude werden noch mit Gas beheizt. Da die Anlagen zunehmend das Ende ihrer Lebensdauer erreichen und gleichzeitig ein Fernwärmenetz in der Nähe erstellt wird, ist dies der ideale Zeitpunkt für eine detaillierte Analyse, wie in eine nachhaltige Zukunft gestartet werden kann. Mit einem totalen jährlichen Wärmebedarf von rund 1.2 GWh, davon ca. 70 % für die Beheizung des Freibads, sollte geprüft werden, ob ein gemeinsamer Anschluss der Sportanlagen an das neue Fernwärmenetz sinnvoll ist.
Analyse und Konzepte
Auf Basis detaillierter Verbrauchsdaten und einer Begehung vor Ort wurden die Heizlasten und das Potenzial der Abwärmenutzung aus der Eishalle ermittelt. Es wurden folgende Varianten verglichen:
- Zentraler Fernwärmeanschluss (FW): Aufbau eines Nahwärmeverbunds zur Versorgung aller Gebäude ab der Eishalle.
- Dezentrale Luft/Wasser-Wärmepumpen (LWA): Individuelle Wärmeerzeugung pro Wärmebezüger mit Luft/Wasser-Wärmepumpen.
Dabei wurden technische Hürden wie die Unterquerung des Wildbachs für Fernwärmeleitungen sowie die rechtliche Machbarkeit geprüft.
Resultate und Empfehlung
Der Kostenvergleich mittels Annuitätskosten zeigte, dass beide Systeme finanziell nah beieinander liegen. Während die Fernwärme durch deutlich geringere Investitionskosten punktet, überzeugt das Wärmepumpensystem durch niedrigere Betriebskosten.
Aufgrund der Analyse empfahl die s3 GmbH eine hybride Lösung:
- Fernwärmeanschluss für die grossen Bezüger (Eishalle und Curlinghalle) zur optimalen Nutzung der vorhandenen Abwärme der Eishalle durch das Freibad
- Dezentrale Wärmepumpen für die Einfamilienhäuser, um teure Erschliessungsleitungen zu vermeiden
Mit dieser Strategie erhält die Stadt Wetzikon eine fundierte Entscheidungsgrundlage für eine nachhaltige und kosteneffiziente Wärmeerzeugung, die CO2-Emissionen reduziert und die Betriebssicherheit langfristig garantiert.
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Wir sind von Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr für Sie da.
- Alte Heizungssysteme: Gas, Pellet, Wärmepumpe
- Anzahl Gebäude: 8 + Schwimmbad
- Maximale Heizlast: 434 kW
- Machbarkeitsstudium der Energieerzeugungssysteme Luft/Wasser-Wärmepumpe und Fernwärme
- Heizlastberechnung inkl. Abwärmenutzung
- Ermitteln der Investitions- und Betriebskosten der Varianten über den gesamten Lebenszyklus
- Optimum aus Kombination verschiedener Systeme