Energiekonzept für Wettbewerb Zehntenscheune

2017

Referenzbild von Roider Giovanoli Architekten ETHReferenzbild von Roider Giovanoli Architekten ETH
Referenzbild von Roider Giovanoli Architekten ETHReferenzbild von Roider Giovanoli Architekten ETH
Referenzbild von Roider Giovanoli Architekten ETHReferenzbild von Roider Giovanoli Architekten ETH
Emporentreppe von Roider Giovanoli Architekten ETHEmporentreppe von Roider Giovanoli Architekten ETH
räumliche Idee  von Roider Giovanoli Architekten ETHräumliche Idee von Roider Giovanoli Architekten ETH
Operntreppe von Roider Giovanoli Architekten ETHOperntreppe von Roider Giovanoli Architekten ETH
Energiekonzept (s3-engineering)Energiekonzept (s3-engineering)
 Lüftungskonzept EG (s3-engineering) Lüftungskonzept EG (s3-engineering)
 Lüftungskonzept OG Schnitt (s3-engineering) Lüftungskonzept OG Schnitt (s3-engineering)
 Lüftungskonzept OG (s3-engineering) Lüftungskonzept OG (s3-engineering)
Infos

In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Roider Giovanoli Architekten ETH und dem Bauphysikunternehmen Christian Herrmann Bau Energie Umwelttechnik wurde ein Wettbewerbsentwurf zur Umnutzung der denkmalgeschützten Zehntenscheune in Dietikon ZH erarbeitet. Die Scheune soll zu einem vielseitigen Kulturraum umgenutzt werden und einen geringen Energieverbrauch sowie Austoss an Treibhausgasen haben (2000-Watt-Gesellschaft). Ausserdem soll die Gebäudetechnik ideal die denkmalgeschützten Gemäuer und Dächer der Zehntenscheune integriert werden, ohne dabei an Funktionalität einzubüssen.

In dem von s3-engineering erstellten Energiekonzept wird die Scheune in zwei Zonen unterteilt, welche gebäudetechnisch (Energieversorgung und Lüftung) unabhängig voneinander funktionieren können. Das Erdgeschoss und der neue Anbau werden permanent beheizt und belüftet, da dieser Teil fast durchgehend für kleinere Anlässe und den Barbetrieb genutzt wird. Der Saal im Obergeschoss der bestehenden Zehntenscheune wird nur sporadisch für grössere Veranstaltungen genutzt, weshalb er nicht permanent beheizt und belüftet werden muss. Durch diese Zonierung wird der Energieverbrauch gesenkt und der ökologische Mehrwert erhöht.

Die benötigte Wärme für Raumwärme und Warmwasser wird mit einer Sole/Wasser-Wärmepumpe und einem Eisspeicher erzeugt, der unter dem neuen Anbau platziert ist (ein Erdsondenfeld kann am Standort nicht realisiert werden). Zur Regenerierung des Eisspeichers kommen Solarkollektoren unter den Ziegeln des Dachs zum Einsatz, damit das Erscheinungsbild des historischen Gebäudes nicht beeinträchtigt wird. Um eine möglichst hohe Energieeffizienz zu erreichen wird zudem die Abwärme der eingebauten Komfortlüftung zurückgewonnen und der Wärmepumpe zugeführt. Das gesamte Wärmeversorgungssystem basiert so auf der Nutzung solarer Wärme und Abwärme und ist aus diesem Grund im Betrieb äusserst umweltfreundlich und effizient. Dank des Eisspeichers können zudem über die Bodenheizung im Sommer alle Räume ohne wesentliche Mehrkosten bei der Installation sanft gekühlt werden (Free Cooling).

Details
  • Baujahr: 1600
  • Vorgesehenes Heizungssystem: Sole/Wasser-Wärmepumpe, Eisspeicher, Solarkollektoren, Abwärmenutzung der Lüftung
  • Grösse Saal: 150 Personen
  • Standort: Dietikon
  • Erreichen des 3. Platzes im Wettbewerb
Leistungen
  • Machbarkeitsstudium verschiedener Wärmeerzeugungssysteme
  • Entwicklung eines Energiekonzeptes
  • Entwickeln von Gebäudetechnikkonzepten inklusive grafischer Darstellung (Heizung & Lüftung)
  • Bilanzierung der ökologischen Auswirkungen als Grundlage für das Zwei-Zonen-Konzept
Mehrwerte
  • Ermitteln des ökologischen Optimums: selektives Heizen des Erd- und Obergeschosses
  • Versorgung durch 100% erneuerbare Energie in der Jahresbilanz
  • Unverglaste thermische Solarkollektoren unter den Dachziegeln (Erhalt historischer Bausubstanz)
  • Free Cooling über Eisspeicher
  • Schlanke Kaskadenlüftung
Meinungen

"Ich bin mit dem Gesamteindruck, der Erreichbarkeit, Schnelligkeit, Freundlichkeit und Kompetenz sehr zufrieden. Das empfangene Dienstleistungsprodukt fand ich qualitativ hochwertig und hat mir einen Mehrwert gebracht. Sie sind sehr motiviert und bereit auch in einen Wettbewerb Zeit zu investieren, um innovative Lösungen zu finden. Dies ist eher selten in der Branche."