Die drei häufigsten Fehler bei einer energetischen Sanierung

von Matthias Gmür am 04. September 2015

Der Entscheid ist gefallen - das Haus soll saniert werden. Eine neue Heizung wird es geben und der Energieverbrauch wird soweit wie möglich gesenkt. Doch welches Heizungssystem und welche weiteren Massnahmen machen Sinn? Was ist mit erneuerbaren Energien? Zwischen all den Einflussgrössen und neuen Technologien kann man schnell den Überblick verlieren. Dabei werden bei der Wahl des geeigneten Systems vor allem folgende drei Fehler immer wieder gemacht – auch von Fachpersonen:

Sie berücksichtigen nicht alle Kosten

Eine Sanierung ist eine kostspielige Angelegenheit. Noch teurer wird es jedoch, wenn man bei der Investitionsentscheidung nicht alle Kosten berücksichtigt. Der Fokus liegt dabei mehrheitlich auf der Anfangsinvestition. Andere Kosten werden vernachlässigt oder gar nicht erst erkannt. Unter diesen Umständen fällt es schwer, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Um dies zu vermeiden, ist ein ganzheitlicher Ansatz gefragt. Weil eine Lebenszyklusanalyse aufzeigt, mit welchen Kosten und Einsparungen man bei verschiedenen Systemen rechnen kann, bildet sie die benötigte Entscheidungsgrundlage für weitere Schritte.
Wem zudem die Umwelt am Herzen liegt, der ist ebenfalls gut beraten, eine ökologische Lebenszyklusanalyse zu erstellen. Dies, weil nur eine ganzheitliche Betrachtung von der Erstellung über den Betrieb bis zur Wiederverwertung (Cradle to Cradle) wirklich nachhaltig ist.

Die Massnahmen sind überdimensioniert

Oft erhält man Empfehlungen für energetische Massnahmen, die auf Schätzungen beruhen. Die Folge sind ungenaue Aussagen über die tatsächlichen Anforderungen an das Heizsystem und zu gross ausgelegte Anlagen. Im Endeffekt bedeutet das, dass man mehr Geld ausgibt, als notwendig ist.
Wer sich nicht auf Schätzungen und Erfahrungswerte verlassen will, der sollte eine Gebäudeanalyse mittels einer Simulation in Betracht ziehen. Diese bildet die tatsächlichen Gegebenheiten ab und erlaubt eine präzisere Berechnung des Energiebedarfs des Hauses.

Sie betrachten einzelne Massnahmen isoliert

Oft werden einzelne Massnahmen isoliert voneinander betrachtet. Jedoch entfalten die einzelnen Massnahmen erst zusammen ihre volle Wirkung. Wenn beispielsweise die nötige Dämmstärke losgelöst vom Heizsystem berechnet wird, passiert es leicht, dass mehr Dämmung als erforderlich empfohlen wird. Nun gibt es im Bereich der erneuerbaren Energien mittlerweile eine Vielzahl verschiedener möglicher Massnahmen, welche miteinander kombiniert werden können. Weil solche kombinierten Berechnungen schnell sehr aufwändig werden, werden diese oft nur oberflächlich durchgeführt und keine optimale Lösung wird gefunden.
Eine Simulation verschiedener Massnahmen erlaubt die perfekte Abstimmung zwischen den einzelnen Massnahmen, was schlussendlich zu einer besseren Gesamtlösung führt.

Mit einer Energieberatung bei s3-engineering können Sie die drei beschriebenen Fehler vermeiden. Bei unserer ganzheitlichen Betrachtung wird sowohl eine finanzielle als auch eine ökologische Lebenszyklusanalyse durchgeführt. Die Berechnungen basieren auf Simulationen, welche mit einem an der ETH entwickelten Analysetool durchgeführt werden. Damit werden die gesamten Kosten und Einsparungen erfasst, Systeme werden entsprechend der effektiven Anforderungen dimensioniert und die einzelnen Komponenten der Systeme werden im Verbund betrachtet.
s3-engineering hilft durch eine unabhängige Beratung die Energiesparpotenziale von Gebäuden aufzudecken und begleitet Sie auf dem Weg, die für Sie passende Lösung zu realisieren. Einem erfolgreichen Bauvorhaben steht somit nichts mehr im Weg. Tragen Sie Ihren Teil zum Klimaschutz bei und sparen Sie sich dabei Zeit, Geld und Nerven.


 

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